Subjektive Erfahrungen und Veränderungsprozesse religiöser und politischer Anschauungen
im Kontext sog. ‚islamistischer Bewegungen‘ und der Reaktionen von Staat und Gesellschaft
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Worum geht es in diesem Forschungsvorhaben ?

Das Forschungsprojekt

In dem Forschungsprojekt ``Subjektive Erfahrungen und Veränderungsprozesse religiöser und politischer Anschauungen im Kontext sog. ‚islamistischer Bewegungen‘ und der Reaktionen von Staat und Gesellschaft`` befassen wir uns mit den Sichtweisen von Menschen, die sogenannten „islamistischen Bewegungen“ nahestehen oder nahestanden sowie den persönlichen Erfahrungen, die sie mit staatlichen Akteuren oder in der Gesellschaft gemacht haben. Veränderungsprozesse religiöser und politischer Anschauungen sind vielfältig und können in unterschiedlicher zeitlicher Dauer und Intensität erfolgen. Dabei werfen wir einen Blick, auf die Rolle der Gesellschaft, den Umgang von Behörden mit Betroffenen und die Bedeutung von Zukunftsperspektiven in diesen Prozessen. Welche Beweggründe haben dazu geführt, die eigenen religiösen und politischen Anschauungen zu ändern? Welche positiven und negativen Erfahrungen wurden in Bezug auf eventuell erlebte behördliche Maßnahmen oder im gesellschaftlichen Umgang gemacht und wie haben sich dadurch persönliche Ziele und Vorstellungen verändert?

Das Forschungsteam

Über uns

Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) ist eine Einrichtung der Technischen Universität Berlin, die etabliert wurde, um Forschung jenseits disziplinärer Grenzen zu realisieren. Wir sind ein interdisziplinäres Forschungsteam der Fachrichtungen Soziologie, Psychologie und Kriminologie, das sich mit Veränderungsprozessen religiöser und politischer Anschauungen im Kontext sog. ‚islamistischer Bewegungen‘ befasst. Primäres Ziel unserer Forschung ist es, zu einem besseren, empirisch gestützten Verständnis von Veränderungsprozessen in Bezug auf „Radikalisierung“ beizutragen. Das Wissen soll insbesondere den zivilgesellschaftlichen Praktiker*innen in der Interventions- und Präventionsarbeit zu Gute kommen

Unsere Forschungsmethode

Narrative Interviews

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sprechen wir mit Personen, die einer sog. „islamistischen Bewegung“ nahegestanden haben oder noch nahestehen. Ebenso sprechen wir mit verschiedensten Praktiker*innen aller Bereiche, die sich mit Religion, Beratung und Veränderungsprozessen befassen, um vielfältige Sichtweisen auf das Feld zu bekommen. Um der Komplexität und Dynamik dieser Prozesse gerecht zu werden, führen wir narrative Interviews, die Raum für eigene Erzählungen geben. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Methoden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Perspektiven der Interviewpartner*innen in der Forschung zur Geltung kommen. Welche Aspekte bei Veränderungsprozessen religiöser und politischer Anschauungen wichtig sind, und welche Probleme daraus im Alltag entstehen, wie der Umgang mit Gesellschaft und Staat gelingt, das wollen wir von den Interviewpartner*innen erfahren.

Blog der ProjektmitarbeiterInnen der TU Berlin

Die in dem Blog geäußerten Meinungen entsprechen nicht zwingend der Meinung der Technischen Universität Berlin | Zentrum Technik und Gesellschaft oder der kooperierenden Projektpartner.

Gegen einen undifferenzierten Gebrauch des Begriffs ‚Salafismus‘ sollte man darauf hinweisen, dass eine gewisse Konfliktträchtigkeit für die Umwelt zu den grundlegenden Eigenschaften von religiösen Orientierungen zählt (vgl. die Debatten zu sogenannten Sekten in den 1990er Jahren). So erheben Salafisten, wie jede andere religiöse Gemeinschaft auch, selbstverständlich absolute Wahrheitsansprüche sowie Forderungen nach einer bestimmten Lebensführung. Daraus...

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Warum und wie kommen Menschen dazu, ihr Leben im Extremismus hinter sich zu lassen oder extremistische Gruppen freiwillig zu verlassen? Dass diese Frage aktuell relevant und nicht nur für die Forschung interessant ist, hat die öffentliche Debatte um die Wiedereingliederung sogenannter „Syrien-Rückkehrer“ gezeigt. Im Zuge dieser Debatte wurde auch über eine „Deradikalisierung“ der Betroffenen diskutiert,...

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Haben Sie Interesse oder Fragen am/zum Forschungsprojekt?

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung

Wenn Sie Interesse am Themenfeld haben oder weitere Informationen zu unserem Forschungsprojekt wünschen, freuen wir uns, wenn Sie mit uns in Kontakt treten. Sie erreichen uns telefonisch oder per Email.

Dr. Robert Pelzer
Projektleiter
Tel.: +49 (0)30 314-28339
pelzer(at)ztg.tu-berlin.de