Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen

Zum Forschungsprojekt

Worum geht es in diesem Forschungsvorhaben ?

Das Forschungsprojekt

In dem Forschungsprojekt Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen befassen wir uns mit Werdegängen von Menschen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder diesen in der Vergangenheit nahegestanden haben. Im Sinne einer multiperspektivischen Herangehensweise interessieren uns die persönlichen Erfahrungen: Was sind die Beweggründe dafür, sich abzuwenden oder umgekehrt dabeizubleiben? Ebenso interessieren uns die Sichtweisen von Personen, die solch einen Abwendungsprozess begleiten: z.B. MitarbeiterInnen oder HelferInnen von Beratungsstellen oder religiösen Einrichtungen. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern. Dies soll PraktikerInnen zu Gute kommen, die Menschen dabei helfen, sich von dschihadistisch orientierten Bewegungen zu distanzieren.

Das Forschungsteam

Über uns

Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) ist eine Einrichtung der Technischen Universität Berlin, die etabliert wurde, um Forschung jenseits disziplinärer Grenzen zu realisieren. Wir sind ein interdisziplinäres Forschungsteam der Fachrichtungen Soziologie, Psychologie und Kriminologie, das sich mit dschihadistisch orientierten Bewegungen befasst. Primäres Ziel unserer Forschung ist es, zu einem besseren, empirisch gestützten Verständnis von Prozessen der „Radikalisierung“ wie auch der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen beizutragen. Das Wissen soll insbesondere den zivilgesellschaftlichen PraktikerInnen in der Interventions- und Präventionsarbeit zu Gute kommen.

Unsere Forschungsmethode

Narrative Interviews

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sprechen wir mit Personen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder sich von diesen lossagen möchten oder bereits losgesagt haben, genauso wie mit Personen die solche Ausstiegsprozesse (professionell) begleiten. Um der Komplexität und Dynamik dieser Prozesse gerecht zu werden, führen wir narrative Interviews, die Raum für eigene Erzählungen geben. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Methoden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die persönliche Perspektive der InterviewpartnerInnen auf den eigenen Werdegang zur Geltung kommt. Welche Aspekte bei Abwendungsprozessen wichtig sind, das wollen wir von den InterviewpartnerInnen erfahren. Es geht darum, Abwendungsprozesse aus der Perspektive der Interviewten zu verstehen, nicht darum, „Theorien“ zu überprüfen.

Blog der ProjektmitarbeiterInnen der TU Berlin

Die in dem Blog geäußerten Meinungen entsprechen nicht zwingend der Meinung der Technischen Universität Berlin | Zentrum Technik und Gesellschaft oder der kooperierenden Projektpartner.

Gegen einen undifferenzierten Gebrauch des Begriffs ‚Salafismus‘ sollte man darauf hinweisen, dass eine gewisse Konfliktträchtigkeit für die Umwelt zu den grundlegenden Eigenschaften von religiösen Orientierungen zählt (vgl. die Debatten zu sogenannten Sekten in den 1990er Jahren). So erheben Salafisten, wie jede andere religiöse Gemeinschaft auch, selbstverständlich absolute Wahrheitsansprüche sowie Forderungen nach einer bestimmten Lebensführung. Daraus...

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Warum und wie kommen Menschen dazu, ihr Leben im Extremismus hinter sich zu lassen oder extremistische Gruppen freiwillig zu verlassen? Dass diese Frage aktuell relevant und nicht nur für die Forschung interessant ist, hat die öffentliche Debatte um die Wiedereingliederung sogenannter „Syrien-Rückkehrer“ gezeigt. Im Zuge dieser Debatte wurde auch über eine „Deradikalisierung“ der Betroffenen diskutiert,...

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Haben Sie Interesse oder Fragen am/zum Forschungsprojekt?

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung

Wenn Sie Interesse am Themenfeld haben oder weitere Informationen zu unserem Forschungsprojekt wünschen, freuen wir uns, wenn Sie mit uns in Kontakt treten. Sie erreichen uns telefonisch oder per Email.

Dr. Robert Pelzer
Projektleiter
Tel.: +49 (0)30 314-28339
pelzer(at)ztg.tu-berlin.de