Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen

In dem Forschungsprojekt befassen wir uns mit Werdegängen von Menschen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder diesen in der Vergangenheit nahegestanden haben. Wir möchten herausfinden, aus welchen Gründen sich einige Personen von diesen Bewegungen wieder abwenden während andere weiter dabeibleiben. Da uns die persönliche Perspektive und die sich von extremistischen Bewegungen abgewendet haben oder gerade dabei sind, sich abzuwenden. Ebenso interessieren uns die Sichtweisen von Personen, die solch einen Abwendungsprozess begleiten: z.B. MitarbeiterInnen oder HelferInnen von Beratungsstellen oder religiösen Einrichtungen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Umstände und Faktoren in der Lebenswelt, der Biographie, dem sozialen Umfeld und der Gesellschaft zu identifizieren, die im jeweiligen Fall die Abwendung oder den Verbleib in der dschihadistisch orientierten Bewegung bedingt haben. In Fokus der Studie stehen die subjektiven Erfahrungen, Motivationen und Sichtweisen. Die Ergebnisse aus dem Forschungsvorhaben sollen dazu genutzt werden, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Personen, die sich vom Extremismus abwenden wollen, zu reflektieren und verbesserte Anhaltspunkte für Maßnahmen und Angebote zu entwickeln. Das Forschungsprojekt ist Teil des Verbundvorhabens “Praxisorientierte Analyse von Deradikalisierungsverläufen“ und wird im Rahmen des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus (NPP) gefördert.

Weiterführende Informationen zum Verbundvorhaben und den Projektpartnern finden Sie hier.