In dem Forschungsprojekt „Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen“ befassen wir uns mit Werdegängen von Menschen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder diesen in der Vergangenheit nahegestanden haben. Dabei interessieren uns die persönlichen Erfahrungen sowie die Sichtweisen von Personen, die solch einen Abwendungsprozess begleiten. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern. Dies soll PraktikerInnen zu Gute kommen, die Menschen dabei helfen, sich von dschihadistisch orientierten Bewegungen zu distanzieren.

Unser Forschungsansatz

Narrative Interviews

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sprechen wir mit Personen, die einer sog. „islamistischen Bewegung“ nahegestanden haben oder noch nahestehen. Ebenso sprechen wir mit verschiedensten Praktiker*innen aller Bereiche, die sich mit Religion, Beratung und Veränderungsprozessen befassen, um vielfältige Sichtweisen auf das Feld zu bekommen. Um der Komplexität und Dynamik dieser Prozesse gerecht zu werden, führen wir narrative Interviews, die Raum für eigene Erzählungen geben. Die Interviews werden von einem wissenschaftlichen Mitarbeiter oder einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Technischen Universität Berlin durchgeführt. Alle Inhalte werden pseudonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen gezogen werden können. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Methoden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Perspektiven der Interviewpartner*innen in der Forschung zur Geltung kommen. Welche Aspekte bei Veränderungsprozessen religiöser und politischer Anschauungen wichtig sind, und welche Probleme daraus im Alltag entstehen, wie der Umgang mit Gesellschaft und Staat gelingt, das wollen wir von den Interviewpartner*innen erfahren.