In dem Forschungsprojekt „Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen“ befassen wir uns mit Werdegängen von Menschen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder diesen in der Vergangenheit nahegestanden haben. Dabei interessieren uns die persönlichen Erfahrungen sowie die Sichtweisen von Personen, die solch einen Abwendungsprozess begleiten. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern. Dies soll PraktikerInnen zu Gute kommen, die Menschen dabei helfen, sich von dschihadistisch orientierten Bewegungen zu distanzieren.

Unser Forschungsansatz

Narrative Interviews

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sprechen wir mit Personen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder sich von diesen lossagen möchten oder bereits losgesagt haben, genauso wie mit Personen die solche Ausstiegsprozesse (professionell) begleiten. Um der Komplexität und Dynamik dieser Prozesse gerecht zu werden, führen wir narrative Interviews, die Raum für eigene Erzählungen geben. Die Auswertung erfolgt mittels qualitativer Methoden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die persönliche Perspektive der InterviewpartnerInnen auf den eigenen Werdegang zur Geltung kommt. Welche Aspekte bei Abwendungsprozessen wichtig sind, das wollen wir von den InterviewpartnerInnen erfahren. Es geht darum, Abwendungsprozesse aus den verschiedenen Perspektive der Interviewten zu verstehen, nicht darum, „Theorien“ zu überprüfen.