In dem Forschungsprojekt „Subjektive Erfahrungen der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen befassen wir uns mit Werdegängen von Menschen, die dschihadistisch orientierten Bewegungen nahestehen oder diesen in der Vergangenheit nahegestanden haben. Dabei interessieren uns die persönlichen Erfahrungen sowie die Sichtweisen von Personen, die solch einen Abwendungsprozess begleiten. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu erweitern. Dies soll PraktikerInnen zu Gute kommen, die Menschen dabei helfen, sich von dschihadistisch orientierten Bewegungen zu distanzieren.

Wer sind wir ?

Die Interviewstudie wird am Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin durchgeführt. Das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) ist eine Einrichtung der Technischen Universität Berlin, die etabliert wurde, um Forschung jenseits disziplinärer Grenzen zu realisieren. Wir sind ein interdisziplinäres Forschungsteam der Fachrichtungen Soziologie, Psychologie und Kriminologie, das sich mit dschihadistisch orientierten Bewegungen befasst. Neben der Forschung zu Abwendungsprozessen, um die es auf dieser Website geht, beschäftigen wir uns im Rahmen eines anderen Forschungsprojektes (PANDORA) mit Phänomenen der sog. „Radikalisierung“. Hierzu werden wir Gerichtsakten aus, aber auch Daten aus Sozialen Medien. Primäres Ziel unserer Forschung ist es, zu einem besseren, empirisch gestützten Verständnis von Prozessen der „Radikalisierung“ wie auch der Abwendung von dschihadistisch orientierten Bewegungen beizutragen. Das Wissen soll insbesondere den zivilgesellschaftlichen PraktikerInnen in der Interventions- und Präventionsarbeit zu Gute kommen.